Bei der Auswahl von Kabeln und Kabelführungen ist der Mindestbiegeradius zu berücksichtigen
Der minimale Biegeradius bezeichnet den minimalen Radius, bei dem sich ein Gegenstand biegen kann. In vielen Anwendungen werden Kabelführungen verwendet, daher stellt sich die Frage: Wie soll der Biegeradius des Kabels bzw. der Kabelführung bestimmt werden?
Bei der Auswahl eines Kabelmanagementsystems gibt es mehrere Möglichkeiten, die Lebensdauer von Kabeln zu verlängern. Eine der effektivsten Methoden ist die Auswahl einer Kabelführungsvorrichtung mit einem geeigneten Biegeradius. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass der Biegeradius der Kabelführungsvorrichtung (ausgenommen Anwendungen mit begrenztem Platz) größer ist als der empfohlene Mindestbiegeradius für das Kabel. Um eine lange Lebensdauer und zuverlässige Leistung des Kabels zu gewährleisten, ist es daher von entscheidender Bedeutung, einen geeigneten Radius für die Kabelführungsvorrichtung zu wählen. Im Allgemeinen stehen bei allen Kabelführungsvorrichtungen mehrere Biegeradien zur Auswahl, und die Hersteller empfehlen den Mindestbiegeradius. Die Größe des für die Kabelführungsvorrichtung gewählten Radius hängt vom Kabel mit dem größten Durchmesser ab.
Allgemeine Regeln und Empfehlungen zur Auswahl des Radius
Wir empfehlen, dass der Biegeradius von Kabeln oder Kabelführungen nicht unter dem vom Hersteller empfohlenen Mindestradius liegt und der maximale Radius optimal gewählt wird. Generell müssen flexible Bewegungskabel eine Stütze haben, um sicherzustellen, dass die Verbindung keiner mechanischen Belastung ausgesetzt ist und ein starkes Biegen des Kabels vermieden wird. Wenn das System in einer Schleife angeordnet ist, muss sichergestellt werden, dass sein Biegeradius mindestens das 10-fache des Kabeldurchmessers beträgt. Je größer der Radius des Systems ist, desto weniger Belastung ist das Kabel ausgesetzt und desto länger ist die Lebensdauer des Kabels. Darüber hinaus ist zu beachten, dass der Mindestbiegeradius des Kabels normalerweise innerhalb eines bestimmten Temperaturbereichs bestimmt wird. Daher ist besondere Vorsicht geboten, wenn die Umgebungstemperatur diesen Temperaturbereich erreicht oder überschreitet.
Dies ist besonders wichtig bei Anwendungen mit extrem niedrigen Temperaturen, da thermoplastische Kabel in kalten Umgebungen zum Aushärten neigen. Ein gehärtetes Kabel erfordert einen größeren Kabelführungsradius, wodurch es anfällig für mechanische Fehler wird. Daher empfehlen wir, in Umgebungen mit niedrigen Temperaturen so weit wie möglich Kabel mit PUR- oder TPE-Ummantelungen zu verwenden oder den Hersteller direkt um Ratschläge zum Biegeradius zu bitten. Bei Anwendungen mit begrenztem Platz muss der Radius der Kabelführungsvorrichtung kleiner sein als der empfohlene Mindestbiegeradius der gefüllten Rohrleitung. Dies ist nicht absolut, und wenn es unvermeidbar ist, sollten Kabel verwendet werden, die speziell für Anwendungen mit kleinem Biegeradius entwickelt wurden. Die hochflexible Kabelserie EGGS Chainflex umfasst verschiedene Kabeltypen und -modelle wie Hochleistungs-Steuerkabel, Servo- und Stromkabel, Roboterkabel, Encoderkabel, Buskabel und Datenkabel, die alle in anspruchsvollen Umgebungen zuverlässig eingesetzt werden können und eine lange Lebensdauer haben.

Normalerweise empfehlen wir dem Kunden, für statische Anwendungen einen Mindestbiegeradius von=5*Drahtaußendurchmesser festzulegen. Für bewegliche Anwendungen kann der Biegeradius höher sein, vielleicht bis zu 10*Drahtaußendurchmesser oder sogar noch größer. Dies hängt von den detaillierten Bedingungen der Anwendung ab.





